Kleiner Erfolg bei der BzgA: Bundesregierung will künftig in Broschüre vor Homo-Heilern warnen!

Zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Grünen Bundestagsfraktion zu so genannten „Homo-Heilern“ erklärt Volker Beck, innenpolitischer Sprecher:

„Homo-Heiler sind gefährlich, das muss die Bundesregierung endlich klar machen. Bei den so genannten Homo-Heilern scheint die Bundesregierung blind und taub zu sein. Sie tut so, als hätte es bislang keine Recherchen und Enthüllungen über diese Scharlatane gegeben. Sie weiß angeblich auch nicht, welche Organisationen oder ÄrztInnen solche Pseudotherapien anbieten. Auch nimmt sie die Stimmen aus der Ärzteschaft, die deren Ahndung empfehlen, nicht ernst.

Zudem ist die Bundesregierung nicht dazu bereit, künftige Auftritte von Regierungsmitgliedern bei „Homo-Heilern“ und der Unterstützerszene auszuschließen. Es ist besorgniserregend, dass die Bundesregierung alle Gefahren durch „Homo-Heiler“ ignoriert und sich nicht einmal dazu durchringen kann, deren Gemeinnützigkeit infrage zu stellen. Wir Grüne sehen es zumindest als kleinen Erfolg gegen die großkoalitionäre Übermacht an, dass der stetige Druck dazu geführt hat, dass die BZgA das Thema „Konversions-“ und „Reparationstherapien“ in einer für 2015 geplanten Broschüre aufnehmen soll.

Es ist aber weiter Druck nötig, damit die Bundeskanzlerin und andere Regierungsmitglieder nicht mehr gleichzeitig diese Organisationen mit ihren Grußworten hofieren. Daher bleibt die Grüne Bundestagsfraktion bei ihrer Forderung, das Anbieten und die Durchführung von solchen Pseudotherapien bei Kindern und Jugendlichen zu verbieten. Sie müssen vor den schädlichen Nebenwirkungen geschützt werden. Das ist Aufgabe des Kinder- und Jugendschutzes.“


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