Grüner warnt Papst davor, sich vor den Karren rechter Ideologen spannen zu lassen

Katholische Kirche sollte nicht den rechtspopulistischen Weltverschwörungstheorie eines angeblichen Umerziehungsplans des Gendermeinastreaming auf den Leim gehen

Volker Beck, religionspolitischer Sprecher, erklärt:

Mit Sorge sehe ich Statements aus Rom, die gegen eine angebliche Genderideologie oder die Gleichstellung der Geschlechter wettern.

Der Papst sollte sich genau betrachten, mit wem er sich da gemein macht:

„Genderideologie“, „Genderismus“ und das Warnen vor einer neuen Weltverschwörung des Gendermainstreaming sind Begriffe aus der ideologischen Giftküche des Rechtspopulismus.

Diskussion und Analyse des sozial konstruierten Gehalt von Geschlechterrollen gar mit dem Nationalsozialismus zu vergleichen, ist gefährlich unangemessen.

Es gibt weder würdevolles Schlagen von Kindern noch eine demokratisch akzeptierbare Ideologie der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Die Fastenzeit ist eine gute Gelegenheit darüber nachzudenken, wo Tradition nur mit „Unterdrückung der Frau“ zu übersetzen und deshalb zu überwinden ist.

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Papst Franziskus hat in den letzten Tagen gleich zweimal mit heftigen Vergleichen die Gender-Theorie als gefährliche „Ideologie“ kritisiert.

http://www.queer.de/detail.php?article_id=23254

http://www.kath.net/news/49104


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