Bildungsgerechtigkeit für eine innovative und diskriminierungsfreie Zukunft

Zu den Ergebnissen der Studie „Große Vielfalt, weniger Chancen“ erklärt Volker Beck MdB, Sprecher für Innenpolitik:

Wir müssen für die Bildungsgerechtigkeit bei Migranten mehr tun. Wir können uns nicht leisten einen Teil der jungen Generation zurückzulassen und es wäre auch nicht fair. Integration beruht auf Gegenseitigkeit. Ganz überwiegend legen Menschen mit Migrationsgeschichte großen Wert auf Bildung. Das bestätigen die Ergebnisse der Studie, die die Vodafone-Stiftung heute vorgestellt hat.

Um an den vielfältigen Bildungsangeboten in Deutschland teilhaben zu können, brauchen sie aber verstärkt spezifische Unterstützung. Deshalb sollten sich LehrerInnen schon während Studium und Referendariat interkulturelle Kompetenzen aneignen. Zivilgesellschaftliche Organisationen wie MigrantInnenverbände, Moschee- und Kirchengemeinden sollten in die Bildungsarbeit eingebunden werden.

Eltern sollten in ihren Sprachen über die Bildungsangebote für ihre Kinder informiert werden und zugleich selbst Zugang zu Deutschkursen erhalten. Die Integrationskurse sind dafür ein bewährtes Mittel, das auch Asylsuchenden, Geduldeten und UnionsbürgerInnen offenstehen sollte. Gerade für die nachholende Integration hat der Bund in der Vergangenheit zu wenig getan. Nur wenn sich die Gesellschaft als Ganze für die Verbesserung der Bildungschancen einsetzt, kann es gelingen, die Zukunft innovativ, nachhaltig und diskriminierungsfrei zu gestalten.


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