Leo-Baeck-Preis: 10.000 € im Kampf gegen Homophobie

Gestern Abend wurde Volker Beck mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrat der Juden in Deutschland ausgezeichnet. Der Preis ist auf 10.000 Euro dotiert. Volker Beck freut sich, dass mit diesem Preisgeld ein gemeinsames Projekt der Amadeu Antonio Stiftung und dem Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) im Kampf gegen Homophobie entstehen wird.

Dazu erklärt Volker Beck:

„Homophobie ist eine alltägliche Bedrohung in diesem Land.

Ich freue mich, dass sich die Amadeu Antonio Stiftung und der LSVD mit meinem Preisgeld zu einem gemeinsamen Projekt zusammentun. Homosexuellenfeindlichkeit hat viele hässliche Fratzen. Die Argumentationsmuster und Denkweisen, die dahinter stehen, sollen mit dem Projekt dekonstruiert werden.“

Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, erklärt:

„Wir gratulieren Volker Beck zu dieser wohlverdienten Auszeichnung im Geiste von Leo Baeck, der alle Menschen als gleichwertiges Ebenbild von Gott gesehen hat. Es freut uns sehr, dass Volker Beck mit dem Preisgeld den Kampf gegen Ideologien der Ungleichwertigkeit unterstützt. Gemeinsam mit dem LSVD werden wir damit noch genauer hinschauen, wo sich Antisemitismus und Rassismus im Zusammenspiel mit Homo- und Transfeindlichkeit zeigen.

Rechtspopulisten und –extremisten wie Pegida und AfD richten ihren Hass nicht nur gegen Flüchtlinge. Sie lehnen auch moderne Lebensentwürfe wie gleichgeschlechtliche Lebensweisen ab und finden damit erheblichen Zuspruch.“

Axel Hochrein vom LSVD erklärt:

Volker Beck ist ein würdiger Preisträger. Herzlichen Glückwunsch! Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) bedankt sich sehr herzlich für die großzügige Spende und freut sich auf die erneute Zusammenarbeit mit der Amadeu-Antonio-Stiftung. Denn: Wir leben in einer Zeit, in der Bündnisse und Allianzen wichtig sind. Bündnisse, die sich weniger über Gruppenzugehörigkeiten definieren, sondernvielmehr darüber, dass man gemeinsame Werte wie gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt teilt und zusammen für eine demokratische und offene Gesellschaft streitet.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.