Welt-AIDS-Tag: Prävention statt Ausgrenzung

Zum Welt-AIDS-tag erklärt Volker Beck, innenpolitischer Sprecher:

Das wirksamste Mittel gegen die Verbreitung von HIV/AIDS ist zielgruppenorientierte Prävention. Das Ziel dabei kann nicht sein, HIV-Positiven einseitig die Verantwortung für Prävention zuzuschieben. Die Eigenverantwortung jedes Einzelnen muss gestärkt werden! Strafrechtliche Lösungsansätze gefährden die Stärkung der Eigenverantwortung. Grundsätzlich gilt: handele so, als ob Du und Dein*e Sexualpartner*in einen unterschiedlichen HIV-Serumstatus haben könnten. Auch die Therapieerfolge müssen in einer rationalen Präventionsstrategie Eingang finden: das macht die Aktion „HIV-Prävention durch Therapie“ deutlich.

In Deutschland können HIV-Positive auf Grund guter Therapiemöglichkeiten ein selbstbestimmtes Leben führen. Unsinnige und stigmatisierende Berufsverbote gehören zum Glück der Vergangenheit an. Trotzdem sind Diskriminierung und Vorteile leider trauriger Alltag für viele HIV-Positive und müssen verstärkt bekämpft werden.

In vielen Ländern haben Menschen keinen Zugang zu Informationen über Prävention oder Kondomen. Tabuisierung von Homosexualität und die Strafverfolgung homosexueller Handlungen behindern zusätzlich HIV-Prävention und Behandlung. Zu viele Menschen können nicht entsprechenden Medikamenten versorgt werden. Die Bundesregierung ist in der Pflicht sich international und bilateral dafür einzusetzen, diese Situation zu beenden.

Hier finden Sie den Grünen Antrag „Die Aids-Epidemie in Deutschland und weltweit bis 2030 beenden“.


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Hirschfeld-Eddy-Stiftung / LSVD-Stiftung für die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender