Trauer um Shimon Peres

Zum Tod von Shimon Peres erklärt Volker Beck, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe:

„Mit Shimon Peres verlieren wir einen unermüdlichen Kämpfer für den Frieden und wichtigen Mahner für die israelische Demokratie. Bis zuletzt warb er, als einer der Gründerväter Israels, gegenüber seiner Regierung für eine Zwei-Staaten-Lösung, um Israel als demokratischen und jüdischen Staat zu erhalten.

Peres hatte immer wieder den Mut und die Kraft, auch mit größten Feinden eine Brücke zum Frieden und Ausgleich zu bauen. So verfolgte er bereits in den 1950er Jahren eine Annäherung Israels an Deutschland, obwohl Deutsche zuvor seinen Großvater ermordet hatten. Als Shimon Peres und Jitzchak Rabin in den 1990er Jahren die Friedensgespräche mit PLO-Chef Jassir Arafat führten, waren Israelis und Palästinenser einem Frieden greifbar nahe, bevor erneut der Hass und die Gewalt obsiegten. Er hinterlässt in der israelischen Politik eine große Lücke.

Vergangene Nacht ging ein Friedensnobelpreisträger von uns, der nie die Vision vom Frieden verloren hat. Bis zuletzt trat er für eine Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern ein. Er wird fehlen.“


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Hirschfeld-Eddy-Stiftung / LSVD-Stiftung für die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender