Deutschland braucht keinen Leitkulturpopanz

Zum Leitkultur-Papier von Sachsen-CDU und CSU erklärt Volker Beck MdB:

„Das Papier ist eine Mischung aus Tschingderassabum, Selbstverständlichkeiten und Banalitäten. Der unbestimmte Leitkulturbegriff ist Ausdruck einer Sehnsucht nach Identität und zeugt eher von einer Verunsicherung seiner Nutzer. Ein verzweifelter Versuch von Profilbildung, wo ein werben für Menschenwürde, Freiheit und Gleichheit geboten wäre.

Das letzte, was Deutschland braucht, ist dieser Leitkulturpopanz. Wir brauchen eine Kultur des gegenseitigen Respekts und nicht der kulturellen Überheblichkeit. Bei der Leitkultur ging es noch nie um gesellschaftliche Werte, sondern es klang immer nach Nationalismus, Sauerkraut und Pickelhaube. Das beweisen CSU und Sachsen-CDU eindrucksvoll in ihrem Papier, in dem es nur vordergründig um gesellschaftliche Werte geht. Die Botschaft ist aber Nationalstolz und Abgrenzung. Den Herausforderungen eines Einwanderungslandes wird die Union jedenfalls nicht gerecht, wenn sie an den Sound alter rechter Diskurswelten anknüpft.“


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Hirschfeld-Eddy-Stiftung / LSVD-Stiftung für die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender