Merkels Nein zur Ehe für Alle unterstützen nur noch 17 %

Studie: Deutliche Mehrheit der Deutschen ist für die Ehe für alle!

170111_Studie ADS HomoBi_SharepicAnlässlich des Themenjahres für sexuelle Vielfalt unter dem Motto „Gleiches Recht für jede Liebe“ veröffentlicht die Antidiskriminierungstelle des Bundes (ADS) die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zu Einstellungen gegenüber Lesben, Schwulen und Bisexuellen in Deutschland. Dazu erklärt Volker Beck:

„Merkels Position zur Ehe für gleichgeschlechtliche Paare unterstützen nur noch 17 Prozent. Das ist weniger als die Wähler von AfD und CSU zusammen. Die Große Koalition muss jetzt Politik für die demokratische Mitte machen und nicht für den rechten Rand: Homosexuelle haben die gleiche Würde und müssen die gleichen Rechte wie Heterosexuelle erhalten.

Die Studie zeigt: Die große Mehrheit in Deutschland ist längst weiter als die Bundesregierung. Trotz AfD-Hetze, besorgter Eltern und Kampagnen gegen die Eheöffnung: Die Zustimmung zur Gleichstellung war noch nie so hoch wie jetzt.

83 Prozent der Deutschen sind für die Eheöffnung. Knapp 95 Prozent finden es gut, dass es einen gesetzlichen Schutz vor Diskriminierung auf Grund der sexuellen Orientierung gibt. Die Bundesregierung sollte endlich ihren gleichstellungspolitischen Eiertanz beenden und machen was sie Koalitionsvertrag versprochen haben. Dort steht nämlich ‚Rechtliche Regelungen, die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften schlechter stellen, werden wir beseitigen‘.

In einigen Bundesländern wird laut Stimmung gegen die Bildungspläne an Schulen gemacht. Die Studie zeigt, dass es sich bei diesen ‚besorgten Eltern‘ nur um eine laute Minderheit  handelt. 89,6 Prozent finden es richtig an Schulen Akzeptanz gegenüber Homo- und Bisexuellen zu vermitteln.

Es wird Zeit, dass die Bundesregierung ihren Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie auf den Weg bringt.Die positiven Werte bei Themen der Gleichstellungspolitik und Akzeptanz für sexuelle Vielfalt als Thema im Unterricht sind ein Auftrag der Gesellschaft gegen Vorbehalte zu arbeiten. Denn Diskriminierung und Vorbehalte gibt es, wenn Homosexualität im eigenen Lebensbereich eine Rolle spielt. Das betrifft den Lebensalltag der Lesben und Schwulen unmittelbar.

Leider ist immer noch einigen ein offener und sichtbarer Umgang mit Homosexualität unangenehm. Während nur 10 Prozent ein Problem mit heterosexuellen küssenden Paaren haben, sind es bei homosexuellen bei 38 Prozent. Obwohl ein Großteil der Bevölkerung sich für die Gleichstellung ausspricht, fehlt teilweise die Akzeptanz im Alltag. Umso wichtiger, dass in Bildungsplänen Respekt- und Akzeptanzarbeit verankert wird.“


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