Homsexuelle: Dramatische Verfolgungswelle in Tschetschenien

Die russische Zeitung „Novaya Gazeta“ berichtet über eine landesweite Verfolgungswelle* mit mehreren Toten.  Volker Beck, MdB, erklärt:

Die  antihomosexuelle Verfolgungswelle in Tschetschenien muss man sehr ernst nehmen. Das Dementi aus Grosny klingt eher nach einer Bestätigung: Falls ein Homosexueller auftaucht wird durch Ermordung seine Nichtexistenz bewiesen.

Ich habe mich heute an den Bundesaußenminister und die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung mit der Bitte gewandt, alles Mögliche für den Schutz der verfolgten Homosexuellen zu unternehmen.

Die Bundesregierung muss Verfolgten eine Aufnahme nach § 22, 23 AufenthG anbieten. Die Bundesregierung sollte russische bzw. tschetschenische Menschenrechtsorganisationen kontaktieren und bei der Rettung von Verfolgten helfen und sie ggf. auch finanziell unterstützen.
Gegenüber russischen und tschetschenischen Stellen sollte die Bundesregierung ihre Besorgnis über diese Entwicklung deutlich zum Ausdruck bringen.
****Zusammenfassende Berichte:

http://www.queer.de/detail.php?article_id=28559
https://mobile.nytimes.com/2017/04/01/world/europe/chechen-authorities-arresting-and-killing-gay-men-russian-paper-says.html
https://www.novayagazeta.ru/articles/2017/04/01/71983-ubiystvo-chesti
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10213041953552224&set=a.1135366473061.2021593.1494323784&type=3&theater


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Hirschfeld-Eddy-Stiftung / LSVD-Stiftung für die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender