AfD/Judentum: AfD betreibt politische Scharlatanerie

Volker Beck MdB, Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe zur jüngsten Äußerung von Frauke Petry (AfD) zur Haltung ihrer Partei gegenüber Jüdinnen und Juden in Deutschland (http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/afd-chefin-frauke-petry-weist-ronald-lauder-kritik-zurueck-14959733.html):

„Wenn Petry die AfD als „Garant jüdischen Lebens“ am Markt positionieren möchte, betreibt sie politische Scharlatanerie und erinnert an den Teufel, den man mit dem Beelzebub austreibt.

Die AfD ist eine Partei in der sich Antisemiten pudelwohl fühlen können und die antisemitische Positionen in ihre Wahlprogramme schreibt:

*Sie fordert die Ausnahmeregelung für die jüdische und muslimische Religion im Tierschutzgesetz für das rituelle Schlachten (Schächten) ersatzlos zu streichen. Wer mit Schächt- oder Beschneidungsverboten die jüdische Religion kriminalisieren will, ist eine Gefahr für das Judentum in Deutschland. Wer das Judentum schützen will, muss die Religionsfreiheit verteidigen, beim Tierschutzgesetz, bei der Beschneidung durch den Mohel oder bei religiösen Kopfbedeckungen wie Kippa oder Kopftuch.

*Dazu passt es wenn Fraktionsvorsitzende der AfD die Erinnerung an die Shoa vergessen machen wollen und als Schande denunzieren. An diesem Spiel beteiligt sich auch Frau Petry, wenn sie von einem „umstrittenen Denkmal“ spricht. Nach der Debatte zur Errichtung des Denkmals stellt außer der AfD niemand Relevantes im politischen Raum das Denkmal in Frage. Mit dieser Aussage streichelt sie die Seele des sekundären Antisemitismus, der gegen einen vermeintlichen „Schuldkult“ wettert.


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Hirschfeld-Eddy-Stiftung / LSVD-Stiftung für die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender