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Große Mehrheit der Deutschen für Adoptionsrecht von Lesben und Schwulen – Schwarz-Gelb muss Farbe bekennen |
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Morgen wird im Deutschen Bundestag ein Gesetzentwurf der grünen Fraktion debattiert, der eine Gleichstellung im Adoptionsrecht vorsieht. Dazu erklärt Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtspolitischer Sprecher:
Einmal mehr zeigt sich: Schwarz-Gelbe Politik liegt konträr zu den Überzeugungen der Deutschen. Während fast zwei Drittel der Menschen es Lesben und Schwulen erlauben wollen, Kinder zu adoptieren, blockieren die Konservativen in der CDU/CSU und der FDP jeden Fortschritt. Am morgigen Donnerstag wird der Deutsche Bundestag über einen grünen Gesetzentwurf beraten, der das Adoptionsrecht gleichstellt. Hier wird sich zeigen, ob Schwarz-Gelb sich in der Gesellschaftspolitik modern aufstellt oder den Menschen weiterhin veraltete Familienmodelle aufzwängen will. Derweil wollen 61% der Deutschen Schwulen und Lesben die Adoption von Kindern erlauben, wie gestern eine neue repräsentative Umfrage des Respondi-Institut ergeben hat.
Bereits heute leben in vielen gleichgeschlechtlichen Beziehungen Kinder. Der Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes spricht von mindestens 6.000 Kindern in 5.000 Familien. Im vergangenen Jahr hatte eine Studie des Bundesjustizministeriums untersucht, wie diese Familien zurechtkommen. Dabei wurde deutlich, dass es keine Unterschiede bei der psychologischen, schulischen oder sonstigen Entwicklung der Kinder zu traditionellen Familien gibt. Diese Lebenswirklichkeit wird von einer übergroßen Mehrheit der Deutschen ebenso gesehen. Es ist Zeit, dass auch der Gesetzgeber anerkennt, das Lesben und Schwule liebevolle und erfolgreiche Eltern sind.
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