Diskriminierung und Hassverbrechen gegen Trans-Personen ernst nehmen!

Zum Transgender Day of Remembrance erklärt Volker Beck, innenpolitischer Sprecher:

„Weltweit sind Transgender, Transsexuelle und Transidente von Diskriminierung und Hassverbrechen betroffen.

LGBT-Aktivist*innen zählen weltweit 271 Menschen, die auf Grund ihrer Geschlechtsidentität im zwischen September 2014 und Oktober 2015 ermordet wurden. Diese brutale Verfolgung von Transsexuellen und Transgendern muss ein Ende haben.

Deutschland muss transsexuellen Flüchtlingen, die vor dieser Gewalt fliehen, Sicherheit bieten. Grade bei der Unterbringung von transsexuellen Flüchtlingen muss auf ihr besonderes Schutzbedürfnis Rücksicht genommen werden.

Einzelunterkünfte, Schutz vor Übergriffen und Zugang zu psychologischer Betreuung muss gewährleistet werden.

Transsexuelle Flüchtlinge, die aus sogenannten „sicheren Herkunftsländern“ wie Senegal oder Ghana kommen haben kaum Chancen auf Asyl. Dabei sind diese Länder für Transsexuelle alles andere als sicher. Ländern mit homo- und transfeindlichen Gesetzen müssen von der Liste der „sicheren Herkunftsstaaten“ gestrichen werden.

In Deutschland werden unbegründete Hürden für Trans-Personen aufgebaut. Im über 30 Jahre alten Transsexuellengesetz wird festgelegt, dass zwei Gutachten zur Änderung von Vornamemn und  Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit notwendig sind. Dabei sollte klar sein, dass nur Betroffene über ihre geschlechtliche Identität Auskunft geben können. Entwürdigende Diagnoseverfahren zur Änderung des Namens oder der Geschlechtseintragung gehören abgeschafft.“

Zum Hintergrund: Trans Murder Monitoring zum Transgender Day of Remebrance:

http://transrespect.org/en/transgender-day-of-remembrance-15-tmmupdate/


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Hirschfeld-Eddy-Stiftung / LSVD-Stiftung für die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender