Doppelte Staatsbürgerschaft: Mehr Integration statt Rolle rückwärts

Zur Forderung nach Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft erklärt Volker Beck, Sprecher für Migrationspolitik:

„Roland Koch, ick hör dir trapsen. Altbackene Forderungen wiederkauen ist keine Antwort auf die Anforderungen unserer Zeit. Wir brauchen bei der Hinnahme der Mehrstaatigkeit mehr Gelassenheit und keine Rolle rückwärts. Wir müssen über Haltung und nicht über Herkunft diskutieren. Und wir müssen mehr für Integration und gegen Diskriminierung tun.

Viele Menschen mit deutschem und türkischem Pass setzen sich für Vielfalt und Demokratie ein – in Deutschland wie beispielsweise in der Türkei, in USA oder Israel. Mehrstaatigkeit ist auch ein verbrieftes Wiederkehrrecht. Angesichts wachsender zirkulärer Migration also ein Zukunftsmodell in einer Welt, in der die Nationalstaaten und deren Grenzen in ihrer Bedeutung für Arbeitnehmer abnehmen.

Die Sehnsucht nach den Verhältnissen des 19. Jahrhunderts scheint in Zeiten der Globalisierung zuzunehmen. Das sieht man bei der AKP in der Türkei und wenn die CDU Forderungen der AfD übernimmt. Diese Sehnsucht wird zur gefährlichen Illusion, wenn sie im 21. Jahrhundert in der Politik wieder wirkungsmächtig wird. Deshalb müssen wir mehr mit Nationalisten jeglicher Provenienz streiten.“


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