Regenbogenfamilien endlich statistisch erfassen

Zu dem gestern verabschiedeten Gesetzentwurf zur Änderung des Mikrozensusgesetzes 2005 und des Bevölkerungsstatistikgesetzes erklärt Volker Beck, innenpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen:

„Die wachsende Anzahl von Regenbogenfamilien muss endlich in der Bevölkerungsstatistik berücksichtigt werden. Nur so kann eine moderne und gerechte Familienpolitik auf eine fundierte Basis gestellt werden. Die Bundesregierung verweigert Regenbogenfamilien nicht nur die rechtliche Anerkennung, sondern hat in einer kleinen Anfrage zugegeben, dass ihr die Lebensrealität von Lebenspartner und ihren Familien gänzlich egal ist.

Die Bundesregierung hat bei der Novelle die Gelegenheit verpasst, endlich zu erfassen wie Erwachsene und Kinder in Lebenspartnerschaften und Regenbogenfamilien zusammen leben. Regenbogenfamilien sind vielfältig – Kindern die dort leben können leibliche Kinder sein, aber auch gemeinsame Pflegekinder oder Adoptivkinder einer Partnerin oder eines Partners. Um auf die familienpolitischen Bedürfnisse von Regenbogenfamilien einzugehen und Diskriminierung abzubauen, ist eine solide Datenbasis notwendig.“

Links zum Hintergrund
Gesetzentwurf zur Änderung des Mikrozensusgesetzes 2005 und des Bevölkerungsstatistikgesetzes:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/021/1802141.pdf
Grüner Änderungsantrag:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/030/1803089.pdf


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