Schön, aber Integration ist keine Einbahnstraße

Zur Forderung der CDU-Fraktionsvize Nadine Schön nach einer Integrationsvereinbarung mit Flüchtlingen, damit diese sich zu Werten wie der Gleichberechtigung von Mann und Frau oder der Trennung von Staat und Kirche bekennen müssten, erklärt Volker Beck, innenpolitischer Sprecher:

„Integration ist keine Einbahnstraße. Deshalb sollten wir in Deutschland mit gutem Vorbild vorangehen und diese Erklärung auch von CSU, AfD und PEGIDA verlangen. Dass ausgerechnet die CDU nun ein Bekenntnis zur Gleichberechtigung von Mann und Frau von Migranten fordert, während die Union jeden Schritt zu mehr Gleichberechtigung verhindert, ist frei von jeder Selbstreflektion. Auch die Trennung von Staat und Kirche möchte ich nicht nur von Migranten einfordern, sondern auch von der CDU, wenn diese mit dem Hinweis auf das katholische Eheverständnis die Diskriminierung von Homosexuellen beim Eheschließungsrecht festschreibt.

Wir brauchen mehr Integrationsangebote statt weitere Sanktionsforderungen. Was Frau Schön fordert, ist grundsätzlich seit 10 Jahren bereits Bundesrecht. Wer seiner Pflicht zum Integrationskurs nicht nachkommt und Sozialleistungen bezieht, dem können sie auch gekürzt werden. Manchmal ersetzt ein Blick ins Gesetz (§ 31 ff SGB II) auch die nächste Vorabmeldung.

Deutschland wird sich verändern, ebenso werden dies die Menschen tun, die nun neu zu uns kommen. Sie machen unser Land vielfältiger und jünger. Grundlage unseres Zusammenlebens ist das Grundgesetz, sind Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit vor dem Gesetz und die Lehren und die Verantwortung vor unserer Geschichte. Wer hier dazu gehören will, der muss Nein sagen zu Antisemitismus, Rassismus und Homophobie – egal ob er aus Dresden oder Damaskus kommt.“


  • Harry Eiche says:

    Zu der Verlautbarung vom 13.11.15 bzgl. „Integration ist keine Einbahnstrasse“.
    Als ehrenamtlicher Sprachbegleiter,sprich „Deutschlehrer“ seit 1,5 Jahren in meiner Gemeinde tätig,setze mich für die Asylbewerber auch in anderen Bereichen im Helferkreis ein.Ich habe aber in meinen Unterrichten und Lehrveranstaltungen nie einen Zweifel daran gelassen,dass es meine unumstößliche Meinung ist,dass die Asylbewerber,die zu uns kommen,sich uns anzupassen haben und nicht wir ihnen.Das Grundgesetz,unsere Gesetze,die deutsche Lebensweise sind nicht verhandelbar.Wer zu uns kommt,passt sich uns an und nicht wir ihm.Jede Hilfe soll den Asylbewerbern bei dem sicher nicht leichten und einfachen Prozeß dabei von uns zuteil werden,nur die Ansicht des Herrn Beck,dass Integration auch von uns zu leisten sei,ist abwegig.Ich kann zu den Thesen des Herrn Beck nur den Kopf schütteln. Deutsche Probleme dabei in einen Vergleich zu der wichtigen Integration setzen,wie er das tut,ist nicht statthaft und geht an der Sache vorbei. Im Grunde ist das Problem der Integration der Asylbewerber eigentlich ganz einfach zu lösen: Wer sich nicht der deutschen Mentalität öffnet, den deutschen Gesetzen unterordnen will, die Scharia und die Regeln des Koran über das Grundgesetz stellen will, der muss entweder nach Hause gehen oder sich ein Land suchen, das seinen Vorstellungen mehr entspricht als dieses existierende Deutschland. Wer so wie die „Grünen“,wie u.a.Herr Beck argumentiert, der hat irgendein,aber sicher nicht das Wohl des Volkes im Blick für das er als Mandatsträger in den Deutschen Bundestag als Abgeordneter gewählt ist.


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